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Mobile & Artificial Intelligence Campus (MAIC) bei CEWE startet

Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie der nächsten Jahrzehnte: In Oldenburg wächst an der Universität ein Kompetenzcluster für KI. Als größtes privatwirtschaftliches Unternehmen der Stadt hat CEWE ein großes Interesse, diese Kompetenz zu stärken und Erkenntnisse aus der Forschung zu nutzen. Mit dem MAIC – Mobile & Artificial Intelligence Campus an zwei Standorten (CEWE am Meerweg sowie Technologie- und Gründerzentrum bei der Uni Oldenburg) wurde heute ein einzigartiges Forschungsprojekt gestartet.

Feierliche Eröffnung des MAIC am Meerweg

Mit dem traditionellen Durchschneiden des roten Bandes eröffneten Staatssekretär Stefan Muhle vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium, CEWE-Chef Dr. Christian Friege sowie die MAIC-Mitarbeiter Jan Christian Halfbrodt und Silvia Peter heute den Mobile & Artificial Intelligence Campus. Am Stammsitz von CEWE am Oldenburger Meerweg sind die Räumlichkeiten abseits der bestehenden Bürogebäude in Arbeitscontainern untergebracht, was den Startup-Charakter des MAIC unterstreicht. Als zweiter Standort werden in wenigen Tagen Büroräume im Technologie- und Gründerzentrum (TGO) in unmittelbarer Nähe der Universität Oldenburg bezogen, um den Austausch mit anderen Startups und der Uni zu intensivieren. Insgesamt werden acht feste Mitarbeiter im MAIC arbeiten. Zusätzlich werden projektbezogen weitere Mitarbeiter aus klassischen CEWE Bereichen ins MAIC entsendet. Über MAIC werden alle Kooperationen mit externen Partnern wie den Universitäten Oldenburg und Posen/Polen, dem OFFIS – Institut für Informatik sowie weiteren Unternehmen der Privatwirtschaft gesteuert.

CEWE Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Friege: „Die Einrichtung des MAIC an unserem Unternehmensstammsitz ist ein starkes Bekenntnis zum Forschungsstandort Oldenburg. Wir hätten ein MAIC auch in Paris oder Köln einrichten können, glauben aber an das Potenzial der Kooperationen am Standort. Die Digitalisierungsstrategie der niedersächsischen Landesregierung setzt einen Rahmen, in dem wir uns mit unseren Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen, gerade zum Thema KI, wiederfinden. Wir gehen davon aus, dass die Landesregierung bei der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie auch weiterhin mit besonderem Wohlwollen auf die Region Oldenburg blicken wird. Das ist vor allem deswegen besonders angezeigt, weil die Region Oldenburg mit der Universität, der Jade Hochschule, mit OFFIS und den beiden Forschungsgruppen des DFKI nunmehr besonders gut für eine solche Aufgabe gerüstet ist. Die durch uns und andere Oldenburger Unternehmen initiierte Stiftungsprofessur für KI an der Uni Oldenburg rundet das Bild ab.“
 
Staatssekretär Stefan Muhle: „CEWE ist ein digitaler Vorreiter in Niedersachsen. Gemeinsam mit der Universität Oldenburg und dem Informatikinstitut OFFIS geht das Unternehmen im Feld der künstlichen Intelligenz und im Bereich Deep Learning neue Wege. Hier werden Zukunftstechnologien angewandt und weiterentwickelt. Dem KI-Standort Niedersachsen wächst dadurch weiter Bedeutung zu. Letztlich entstehen auch durch diesen Schritt Arbeitsplätze der Zukunft.“

Forschungsthemen des MAIC


MAIC wird auf verschiedenen Forschungsfeldern aktiv sein. KI-basierte Systeme sollen beispielsweise bei der Bildersuche und -auswahl helfen. Die größte Herausforderung für Konsumenten ist heute die große Bilderflut auf Smartphones, Festplatten und Speicherkarten, die es sehr aufwändig macht, relevante Fotos zu finden bzw. die besten für die weitere Verwendung auszuwählen. Hierzu benötigt man auch Methoden der künstlichen Intelligenz und eine Vielzahl relevanter Daten. Mittelfristig ist geplant, den Kunden für ihre Fotoprodukte mit „Smart Solutions“ auch individuell zum Thema und zu den Bildpräferenzen des Nutzers passende Layouts, Designs und Formate anzubieten.
Komplexe Desktop-Software kann gut an großen Bildschirmen mit Maus und Tastatur bedient werden – Smartphones und Tablets, aber auch so genannte Smart Speaker verlangen jedoch mehr und mehr nach alternativen, sprachbasierten Interaktionsmethoden. Eine große Rolle spielt hier die semantische Analyse von natürlicher Sprache mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Geprüft werden auch Anwendungen mit Spracheingabe für den Kundendienst, z.B. um einfache Anfragen wie nach dem Sendungsstatus automatisch und schnell zu beantworten.
Weitere Anwendungsszenarien betreffen die interne Business Intelligence, um z.B. den Einfluss von Wetter und Feiertagen auf das Bestellverhalten vorherzusagen und somit die Produktionssteuerung zu verbessern.


Erste Produktstudien und fertige Anwendungen mit KI

Zu den genannten Themen gibt es bereits einige Produktstudien und Prototypen. Beim „CEWE FOTOBUCH auf Kommando“ kann die CEWE FOTOWELT App per Spracheingabe dazu aufgefordert werden, einen Gestaltungsvorschlag zu machen. Die Software sucht sich automatisch die besten zugehörigen Fotos aus, wählt ein passendes Format und Layout und präsentiert nach wenigen Sekunden einen beeindruckenden Vorschlag auf dem Smartphone.
Per Sprachsteuerung erzählen die Nutzer dem „CEWE Fototagebuch“ auf ihrem Smartphone, was sie wann, wo und mit wem erlebt haben. Die gesprochenen Informationen werden in Text umgewandelt und automatisch auf Zeit, Ort und Personen analysiert. Die Informationen werden mit den entsprechenden Fotos auf dem Gerät verknüpft. So können besondere Momente noch besser festgehalten werden.
Aus der eigenen Bilderflut die erinnernswerten Momente herauszufiltern, kostet viel Zeit. Hier setzt CEWE mit der intelligenten Fotoorganisation an. Bereits ‚live‘ ist die Gesichtserkennung von HP, welche als Option in die Fotoverwaltungssoftware CEWE MYPHOTOS integriert wurde. Ebenfalls schon nutzbar ist auf Wunsch die Erkennung von besonderen Ereignissen. Und ganz frisch wurde in der Software auch die Objekterkennung auf den Fotos sowie die Markierung besuchter Orte auf einer Karte ergänzt. Der Clou ist als Kombination der Funktionen eine komplexe Suche nach Personen, Orten, Objekten und Zeit.
 
CEWE Kunden-Charta: Digitalisierung mit Verantwortung

Digitalisierung und neue Technologien wie künstliche Intelligenz werden in Politik und Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. CEWE verfolgt eine verantwortungsvolle und kundenzentrierte Nutzung von digitalen Technologien. Die zugrundeliegende Haltung hat CEWE daher in einer Kunden-Charta formuliert. Darüber hinaus hat CEWE einen unabhängigen Beirat für Digitalisierung gegründet, der neue Technologien vor ihrer Einführung diskutiert und bewertet. Mitglieder des Beirats sind der Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, der Physiker und Moderator Ranga Yogeshwar sowie Prof. Dr. Susanne Boll von der Universität Oldenburg. Kernpunkte der Charta sind Datenschutz, Transparenz, volle Kontrolle und Entscheidungsfreiheit der Kunden sowie ein Bekenntnis, Forschung und Lehre zu diesen Themen in Europa zu fördern. Die vollständige Charta finden Sie unter company.cewe.de und als Anhang in diesem Versand.

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Nicole Stephan (Sponsoring und Presse)
Fenna Willers (Nachhaltigkeit und Presse)
Meike Kersken (Nachhaltigkeit und Presse)

Telefon: +49 (0) 441 404-3850
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26133 Oldenburg

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